Diese wunderschöne Fotografie von Wolfgang Barth zeigt den Teil des Orionnebel-Komplexes der sich „scheinbar“ in der Nähe des Sterns Alnitak (Zeta Orionis) befindet. Alnitak ist der weißlich-blaue, sehr helle Stern auf der Fotografie. Links von ihm, in einem zarten rosa-gelblichen Ton befindet sich der Emissionsnebel NGC 2024 auch bekannt als Flammennebel. Bei dem roten Schleier auf der rechten Seite handelt es sich um ebenfalls um einen Emissionsnebel - IC 434- dieser wurde 1786 von William Herschel entdeckt. Etwas rechts von der Bildmitte findet sich der Reflexionsnebel NGC 2023 und etwas links unterhalb von ihm IC435, ein weitere Refelexionsnebel. Während bei einem Reflexionsnebel das Licht von Sternen nur gestreut wird – der Nebel also selbst kein Licht erzeugt – stammt das Licht von einem Emissionsnebel von diesem. Durch einen oder mehrere heiße Sterne wird der Wasserstoff und andere Elemente des Nebels ionisiert, bei der anschließenden Rekombination wird Licht ausgestrahlt.
Nun befindet sich auf der Aufnahme noch ein weitere Nebel-Typ, einer der weder Licht reflektiert noch ausstrahlt, den das Gegenteil ist der Fall, dieser Nebel „schluckt“ Licht. Es handelt sich um die wohl schönste Dunkelwolke die wir kennen: Bernard 33, besser bekannt als Pferdekopfnebel. Diese Dunkelwolke befindet sich in der Sichtlinie zwischen der Erde und dem Emissionsnebel IC 434 und absorbiert das von diesem ausgestrahlte Licht. In seinem Aussehen erinnert der Pferdekopfnebel an die Figur eines Springers beim Schachspiel.



Astrowissen


Manchmal wird die mühevolle Nachbearbeitung von digitalen Fotos doppelt belohnt, so wie in diesem Beispiel: Diese wunderschöne Aufnahme des 
Seit dem 22.12. werden die Tage wieder länger, doch das ist mit dieser Überschrift nicht gemeint. Hier soll auf das Problem der Lichtverschmutzung hingewiesen werden. Lichtverschmutzung ist ein komisches Wort, denn das Licht wird ja nicht verschmutzt. Besser wäre vielleicht "Lichtsmog". Gemeint ist damit jedenfalls die Tendenz der modernen Welt, den natürlichen Hell-Dunkel-Rythmus zu ignorieren. Die Nacht wird zum Tag gemacht und die Gesellschaft läuft im 24-Stunden-Modus: Rund um die Uhr shoppen, arbeiten und feiern. 
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